Bewuss­te und unbe­wuss­te Gedan­ken, an die du glaubst, beein­flus­sen dein Leben in jedem Moment, kön­nen viel zu dem Leid bei­tra­gen, das du erfährst und dich dabei behin­dern dich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, leben­di­ge, lie­be­vol­le Bezie­hun­gen und ein erfüll­tes Leben zu führen.

The Work nach Byron Kat­ie ist ein hilf­rei­ches Instru­ment, um Situa­tio­nen, inne­re und äuße­re Kon­flik­te, auf Gedan­ken zu unter­su­chen, an die du glaubst und unter denen du lei­dest, sie auf Wahr­heit zu über­prü­fen und ihre Wir­kung auf dich und dein Leben zu erspü­ren und kann dir erleich­tern, Gedan­ken, die für dich nicht (mehr) stim­mig sind, zu transformieren.

Mit Trans­for­ma­ti­on mei­ne ich, dass du nicht rein ver­stan­des­mä­ßig ver­suchst, einen Gedan­ken aus­zu­blen­den, los­zu­las­sen oder durch posi­ti­ves Den­ken zu ver­än­dern, weil du denkst, das wäre hilf­reich, gleich­zei­tig aber immer noch ein Teil von dir dar­an fest­hält. Son­dern dass durch den Kon­takt mit dem Gedan­ken und den damit  ver­bun­de­nen Gefüh­len, ein tie­fe­rer Pro­zess eine inne­re Wand­lung her­vor­ruft, durch den die Anhaf­tung mit dem Gedan­ken schwä­cher wird und sich ganz auf­lö­sen kann, weil das sowohl auf Gedan­ken- als auch auf Gefühls­ebe­ne für dich stim­mig ist und dadurch weni­ger Anstren­gung benötigt.

Oft irren sich dei­ne Gedan­ken oder haben nur eine begrenz­te und ein­ge­schränk­te Sicht auf eine Situa­ti­on, Beob­ach­tun­gen sind nicht kor­rekt oder mit feh­ler­haf­ten Deu­tun­gen ver­mischt. Bei man­chen Gedan­ken ist dir viel­leicht schon klar, dass sie dich nicht wei­ter­brin­gen und dir und viel­leicht auch dei­ner Mit­welt mehr scha­den als nüt­zen. Trotz­dem reicht das Erken­nen auf Ver­stan­des­ebe­ne allei­ne oft nicht aus.

Beson­ders dann, wenn du zwar unter ihnen lei­dest, aber denkst, dass du aber doch Recht hast und es durch­set­zen musst – wenn dei­ne Gedan­ken, oft­mals Urtei­le, die Funk­ti­on haben, dich vor Schmerz zu schüt­zen, indem sie dich ins Recht set­zen und ande­re ins Unrecht. Kurz­fris­tig mag dir das hel­fen, für dich zu sor­gen, lang­fris­tig hält es Leid aber meist auf­recht, ver­stärkt oder ver­ur­sacht es sogar und erschwert Wei­ter­ent­wick­lung und inne­ren und äuße­ren Frieden.

The Work besteht aus 4 Fra­gen und der Umkehr des unter­such­ten Gedan­kens. Dabei geht es dar­um, die Fra­gen und Umkeh­run­gen medi­ta­tiv auf dich wir­ken zu las­sen und anzu­schau­en und zu erfah­ren, wel­che Gedan­ken und Gefüh­le dazu auftauchen.

 

  1. Ist der Gedan­ke wahr?
  2. Kannst du dir 100% sicher sein, dass der Gedan­ke wahr ist?
  3. Wie geht es dir, wenn du an den Gedan­ken glaubst? Was erlebst du? Wie fühlst du dich? Wie begeg­nest du dir selbst und dei­ner Mitwelt?
  4. Wie gin­ge es dir, wenn es die­sen Gedan­ken nicht gäbe? Was wür­dest du dann erle­ben? Wie wür­dest du dich füh­len? Wie wür­dest du dir selbst und dei­ner Mit­welt begegnen?
  5. Keh­re den Gedan­ken um.

 

Die ers­ten bei­den Fra­gen sind der Ein­stieg und die­nen der ers­ten Annä­he­rung mit Hil­fe dei­nes Ver­stan­des, wie sicher du dir eigent­lich dar­über sein kannst, dass dei­ne Annah­men, die einen nega­ti­ven Ein­fluss auf dein Leben haben, so wirk­lich zutreffen.

Mit den nächs­ten bei­den Fra­gen gehst du tie­fer in Kon­takt damit, was der Glau­be an die­sen Gedan­ken mit dir und dei­nem Leben macht. Du ver­suchst inner­lich und mit Bewusst­heit beob­ach­tend und füh­lend, ganz dar­in ein­zu­tau­chen und die Fol­gen nach­zu­er­le­ben. Dabei wer­den oft die Kos­ten deut­lich, die unser Behar­ren auf bestimm­ten Gedan­ken mit sich bringt.

Die Umkeh­run­gen zum Schluss kön­nen sehr lehr­reich, her­aus­for­dernd und oft auch sehr humor­voll selbst­ent­lar­vend sein. Trifft das, was ich über ande­re urtei­le, so wirk­lich immer zu oder gibt es auch gegen­tei­li­ge Bei­spie­le? Wie trifft mein Urteil viel­leicht auch auf mich zu? Gehe ich viel­leicht eben­so mit mei­ner Mit­welt oder mir selbst um? Gel­ten mei­ne Vor­wür­fe viel­leicht eben­so für mei­ne eige­nen Gedan­ken? Wie gebe ich das, was ich mir von mei­ner Mit­welt wün­sche oder von ihr for­de­re, mei­ner Mit­welt oder mir selbst?

Mit Hil­fe die­ses Grund­ge­rüsts, las­sen sich Situa­tio­nen, Bezie­hun­gen oder Kon­flik­tes bezüg­lich ver­schie­de­ner Aspek­te durchleuchten.

Der gan­ze Pro­zess kann sehr dabei unter­stüt­zen, mehr Klar­heit, Ver­ständ­nis, (Selbst)Mitgefühl und Kraft zu gewin­nen. Er kann dir hel­fen, aus einer Opfer­rol­le her­aus zu fin­den, indem du Ver­ant­wor­tung dafür über­nimmst, wie du selbst für dich sorgst und dich wie­der dei­ner selbst ermächtigst.

Tei­len oder unterstützen?